Osmomat 070 Dampfdruckosmometer

Der Osmomat 070 eignet sich zur Bestimmung des mittleren Molekulargewichts Mn von Polymeren, die in verschiedenen organischen Lösungsmittlen löslich sind sowie zur Bestimmung der Osmolalität in wässrigen Lösungen.

Der messbare Bereich des Molekulargewichts liegt zwischen ca. 40 bis 50.000 g/Mol in organischen Lösungsmitteln und ca. 5000 g/Mol in Wasser.

Diese Zelleneinheit ist nur betriebsfähig mit einer Gonotec Control Unit SA oder Control Unit B.

Vorteile

  • Temperaturdifferenzmessung mit zwei hochauflösenden Messfühlern
  • Darstellung der Temperaturdifferenz durch eine Wheatstone'sche Messbrücke mit einer Auflösung von ca. 5x10E-5 ºC
  • Abgleich des Messsystems erfolgt automatisch (auto zero)
  • Messzellenthermostat mit sehr hoher Temperaturkonstanz
  • Messzellentemperatur zwischen 30 ºC und 130 ºC in 1 ºC-Stufen einstellbar
  • Messfühler für die Messung elektrisch leitender Flüssigkeiten geeignet
  • Geringe Temperaturstörung durch automatisch temperierte Proben

Eckdaten

Kl. nachweisbare Konzentration
Toluol: 3,3 x 10E-5 Mol/kg
Wasser: 1,7 x 10E-4 Mol/kg
Molekulargewichtbereich
Toluol: 50 - 50.000 Dalton
Wasser: 50 - 5.000 Dalton
Probenvolumen
ca. 1 ml pro Lösung, mindestens drei Lösungen in abgestufter molaler Konzentration
Eigendampfdruck d. Mess-Substanz
<0,1 % des benutzten Lösungsmittels

Eichsubstanz
Benzil

Messmethode: Dampfdruckosmometer

Dampfdruckosmometer

Die Dampfdruckmethode eignet sich zur Bestimmung des mittleren Molekulargewichts [Mn] von Polymeren, die in verschiedenen Lösungsmitteln löslich sind sowie zur Bestimmung der Osmolalität wässriger Lösungen. Zwei Thermistoren, als Temperaturfühler in Differenzmessung geschaltet, sind in einer mit Lösungsmitteldampf gesättigten, thermostatisierten Messzelle hängend angeordnet. Die Temperaturfühler, die zunächst mit Lösungsmitteltropfen umhüllt sind, gleichen sich der Zellentemperatur an, so dass zwischen ihnen kein Temperaturunterschied besteht.

Nach Austausch eines Lösungsmitteltropfens gegen eine Lösung kommt es infolge des geringeren Lösungsmittel-Dampfdruckes über der Lösung zur Kondensation von Lösungsmittel. Die dabei frei werdende Kondensationsenthalpie erhöht die Temperatur des Lösungstropfens, was gleichzeitig eine Dampfdruckerhöhung zur Folge hat.

Nachdem sich an dem Lösungmitteltropfen ein Dampfdruckgleichgewicht eingestellt hat, ergibt sich eine relativ stabile erhöhte Temperatur an dem Lösungstropfen. Diese wird durch das Messsystem in ein Gleichspannungssignal gewandelt und steht nun dem Benutzter als Messwert zur Verfügung.

Der Messwert ist zwar nahezu proportional zur osmolalen Konzentration, wird jedoch durch Wärmeverluste und sich nicht ideal verhaltende Polymerlösungen verfälscht. Durch Kalibrieren mit Lösungen bekannter Molalität bzw. Osmolalität und anschließender statistischer Auswertung der Messergebnisse kann das nicht lineare Verhalten eliminiert werden.


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